Donnerstag, 25. September 2025

Statment zur EXFORMATION-ART

 In meiner Kunst geht es um das, was nicht gezeigt wird. Um die Lücken, die wir selbst füllen, um das Ungesagte, das mehr sagt als tausend Worte. 

Exformation bedeutet für mich, nicht die Informationsfülle, sondern die Kunst des Weglassens ins Zentrum zu stellen. 

Ich arbeite mit Übermalungen, Fragmenten, Leerstellen und Rauminstallationen, um zu verdeutlichen: Bedeutung entsteht dort, wo Information fehlt. 

Diese Haltung ist nicht nur ästhetisch, sondern auch politisch – eine Antwort auf die Überlastung durch permanente Informationsflut.

Drei im Gespräch, Beispiel für EXFORMATION-ART

 Diese Drei Holzfiguren stehen im Gespräch miteinander, für lange Zeit. Wie Fragmente eines Gesprächs, dem wir lauschen können, wenn wir wollen. Die Reduktion auf das Wesentliche kann uns helfen, den Sinn zu verstehen.

Verstehen geht immer mit Auslassung, mit Reduktion der Information einher.




Objektkunst im Bereich der EXFORMATION-ART

 Mein Objekt "Heiliger Sebastian" ist ein Beispiel für Objektkunst im Bereich der EXFORMATION-ART.

Jedenfalls für mich. Durch die eingefügten Glasstäbe entsteht ein "Leerraum", eine Teilinformation, die

den Betrachter dazu einlädt, das Objekt in seinen Augen zu vervollständigen.



Was ist Exformation?

 


Ich hab die KI gefragt, was ist Exformation!

Der Begriff „Exformation“ wird vor allem unter Bezug auf Tor Nørretranders und andere Denkende verwendet. Es geht im Kern darum, wie aus einer Fülle von Informationen das Wesentliche, Verstehbare bzw. Kommunizierbare herausgefiltert wird.

 

  1. Reduktion als Teil des Verstehens
    Wenn wir Informationen aufnehmen (z. B. einen Zeitungsartikel lesen), verstehen wir nicht jede Einzelheit, sondern wir reduzieren: wir erkennen Wörter, machen Sinn daraus, ignorieren was irrelevant ist, vereinfachen. Verstehen geht also immer mit Auslassungen, mit Reduktion der Informationen einher 

  2. Information vs. Exformation

    • „Information“ ist demnach alles, was aufgenommen werden könnte, auch das, was erst einmal noch nicht verstanden wird.

    • „Exformation“ ist das, was aus der Information herausgefiltert wird – also die Auswahl, Vereinfachung, das Herausarbeiten dessen, was Bedeutung, Relevanz oder Sinn hat. Erst nachdem Exformation stattgefunden hat, wird Information zu etwas Verstandenen, Kommunizierbaren. 

  3. Beispiel mit Sprachverständnis
    Ein sehr anschauliches Beispiel: Wenn du einen Text in einer Sprache siehst, die du nicht sprichst, erkennst du zunächst nichts Bedeutendes; das ist rohe Information. Wenn du aber die Sprache kennst, erkennst du Buchstaben, Wörter, Sätze, du extrahierst Bedeutung – du exformierst.  

  4. Totale Exformation und Alltag
    Im Alltag exformieren wir fast ständig: Wir lesen oder hören Dinge, vergessen sie oder bewerten sie als nicht relevant – das heißt, wir vernichten oder unterdrücken große Teile der ursprünglichen Information. Nur ein kleiner Teil wird behalten und weiterverarbeitet. 

  5. Kunstprojekt als Metapher
    Der Autor nutzt eine künstlerische Praxis (z. B. Zeitungen übermalen), um Exformation sichtbar zu machen: Das Übermalen kann man sehen als Vernichtung von Information und zugleich als Neubewertung. Durch das Kunstwerk entsteht ein neuer Kontext, in dem der Betrachter wiederum exformieren muss, um etwas zu erkennen.  Exformation in der modernen Informationsgesellschaft

  6. Weil wir heute konstant einer riesigen Flut an Informationen ausgesetzt sind (durch digitale Medien, Netz, etc.), wird Exformation immer wichtiger. Wer nicht bewusst exformiert, wer also nicht auswählt und filtert, wird überfordert. Der Prozess, was relevant ist und was nicht, wird oft unbewusst gesteuert. 


Einige Bilder der Exformation, so wie ich dies darstelle. Übermalte Zeitungen.






ZWISCHEN OST UND WEST – DIE KUNST DES WEGLASSENS

In der Reduktion liegt Erkenntnis. In der Leere entsteht Bedeutung. Die japanische Tuschemalerei Sumi-e ist mehr als eine Technik – sie ist ...